Karin Schiller

Start here

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Blaue Reise zu Zadar’s Inseln

Leider endet unsere Reise hier. Für den vorletzten Tag haben wir eine Schiffstour zum Archipel vor Zadar’s Küste gebucht. Der KornatenArchipel, dessen Fläche sich auf 230 Quadrat-km  erstreckt, mit rund 150 unbewohnten Inseln, Inselchen und Buchten gehört zu den schönsten Inselgruppen der Mittelmeerküste. Als größte und dichteste Inselgruppe in der Adria, sind die Kornaten eine Kombination von wunderschöner, unberührter Natur und auch sehr wertvollen archäologischen Funden, deren Geschichte zurück geht bis zu der Zeit der Römer. Aufgrund der außergewöhnlichen Schönheit der Landschaft, interessanten Geomorphologie und des Ökosystems wurden die Kornaten 1980 zum Nationalpark erklärt. Der vollbesetzte Ausflugsdampfer legt morgens pünktlich um neun Uhr ab und wir genießen bei sonnigem Wetter eine fröhliche Tagesfahrt auf der Adria…Wein all_you_can_drink inklusive  🙂

Zusammen mit den anderen Gästen genießen wir unsere Fahrt

Dieses “Piraten”Schiff kennen wir doch noch aus dem Hafen von Zadar 🙂

 

Links...

Der Kapitän gibt volle Kraft voraus

IMG_3039

und steuert uns durch eine der schönsten Landschaften

Blaues Meer und blauer Himmel, dazwischen die Inseln

Blaues Meer und blauer Himmel, dazwischen die Inseln

Ich genieße die Schiffsfahrt

Ich bin glücklich und genieße diese Schiffsfahrt

Inseln und Schiffe

Kleine Inseln und Schiffe so weit das Auge reicht.

Wir steuern eine Insel an, die unter Naturschutz steht. Es sind noch andere Schiffe unterwegs.

Wir steuern eine Insel an, die unter Naturschutz steht.

Die Insel ist ein grünes Naturparadies

Die Insel ist ein grünes Naturparadies

Hier gibt es noch seltene Vögel und Tiere.

Hier gibt es noch seltene Pflanzen und Tiere.

Wir erkunden dieses Paradies, indem wir nur auf den Wegen bleiben. Das ist hier oberstes Gebot.

Wir erkunden dieses Paradies, indem wir nur auf den Wegen bleiben. Das ist hier oberstes Gebot.

Im Wasser des Salzsees dieser Insel gibt es ein ganz eigenes Biotop

Im Wasser des Salzsees dieser Insel gibt es ein ganz eigenes Biotop

Der Salzgehalt ist weit höher als Meerwasser, so dass nur angepasste Kreaturen hier leben können.

Der Salzgehalt hier ist weit höher als der des Meerwassers, so dass nur angepasste Pflanzen und Kreaturen hier leben können.

Wir suchen im Wasser nach Leben...

Wir suchen im Wasser nach Leben…

IMG_3083

und wir werden fündig :)

und werden fündig 🙂

diese kleinen Kerle trauen sich nur im Wasser aus ihrem Gehäuse

Diese kleinen Kerle trauen sich nur im Wasser aus ihrem Gehäuse

Nixen-Allarm im Salzsee

Nixen-Allarm im Salzsee :)))

Was es mit diesen gelben Tüten aufsich hatte, konnten wir leider nicht herausfinden.

Was es mit diesen gelben Tüten aufsich hatte, konnten wir leider nicht herausfinden.

Wieder zurück auf unserem "Dampfer" ...

Wieder zurück an Bord, genießen wir …

genießen wir das Wasser

den Ausblick auf die Wellen…

IMG_3101

und Gegrilltes mit Wein.

Die Stimmung wird immer fröhlicher

Den Gästen schmeckt es und…

Es wird gesungen ...

…es wird gesungen geschunkelt und gelacht 🙂

Dann plötzlich Delfin Alarm...alle laufen nach hinten und wollen es filmen.

Dann plötzlich Delfinalarm…alle laufen nach hinten und wollen es filmen.

 

 

Blue blue sea...was für eine schöne blaue Reise...

Blue blue sea…was für eine schöne blaue Reise…

Auch andere genießen das Meer auf ihre eigene Weise

Auch andere genießen das Meer auf ihre eigene Weise

IMG_3117

Wir erreichen das Ufer des Festlandes und somit endet unsere Blaue Reise.

Wir erreichen das Ufer des Festlandes und somit endet unsere Blaue Reise.

Müde, aber glücklich, erreichen wir am Abend wieder unseren Anlegeplatz

Müde, aber glücklich, erreichen wir am Abend wieder unseren Anlegeplatz

Weekly Photo Challenge: Infinite

Walking through the Tube

Walking through the infinitive Tube

Happy Days in Gothenburg

Today I show you a video from my last trip to Sweden. It was a wonderful weekend with lots of sun. Give me your hand and I’ll take you on a tour through the charming town and make a boat trip on a ferry to the neighboring islands of the archipelago. Sit back, relax and enjoy the beautiful pictures.

and:

(not in Germany)

By the way: flight tickets for round-trip-routing: HHN-GSE and GSE-HHN

are available for cheap :  42,98 EUR

at

https://www.bookryanair.com

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Zadar City

Durch die blitzblanken Straßen von Zadar

Zadar hat die blitzblankesten Straßen, die ich je gesehen habe.

So schön das Landleben in unserem Dorf auch ist…irgendwann haben wir genug und wollen in die Stadt…und zwar nach Zadar Stadt. Es ist eine halbe Stunde Fahrt mit dem Bus und wir erreichen das Stadtinnere an einem Einkaufszentrum. Von dort sind es nur noch wenige Minuten bis in die Altstadt.

Wir schlendern durch blitzsaubere, enge Sträßchen, deren Häuserfronten sich fast zu berühren scheinen, vorbei an der alten St. Maria Kirche.

Enge Gassen gibt es in Zadar

Enge , fast menschenleere Gassen…

Wir genießen es, hier entlang zu schlendern

laden zum Schlendern ein…

IMG_2902

und wir genießen das italiensche Flair dieser Stadt

Vor der St. Maria Kirche

Zadar scheint fast menschenleer, die Touristen des Sommers haben sich verzogen und so können wir ohne Rummel und in aller Ruhe die Stadt genießen.

Im Stadtkern von Zadar findet man auf Schritt und Tritt Überreste der Vergangenheit: Den größten und wichtigsten Turm, der Kapitänsturm findet man hier und das Kopnena Vrata – Landtor, ein Meisterwerk aus der Spätrenaissance. Vom Statthalterpalast und Palast des Großkapitäns führt der Weg nach Südosten zum Landtor und malerischen Hafen Fosa.

IMG_2976

Kapitänsturm

Kopnena Vrata - Landtor

Kopnena Vrata – Landtor

 Der Hafen Forşa

Der Hafen Foşa

Am Hafen liegen die Boote in der Mittagssonne und warten auf ihre Besitzer. Aus einem Boot erschallt laute, fetzige Rock’n Roll Musik von Elvis Presley. Eine Blondine räkelt sich auf dem Sonnendach und genießt ihr Sonnenbad. Sie ist keine gewöhnliche Blondine, sondern ein weißer Pudel. 🙂

Eine Blondine räkelt sich in der Sonne

Eine Blondine räkelt sich in der Sonne

IMG_2990

Bei unserer Wanderung zur äußersten Spitze der Halbinsel Zadar, wo sich die Meeresorgel und der Sonnengruß befindet, kommen wir an Alfred Hitchcock’s Plakat vorbei. Man sagt, er war ein Bewunderer dieser Stadt und behauptete, dass es in Zadar die schönsten Sonnuntergänge der Welt gäbe.

Ich versuche seine Mimik nachzuahmen

Ich versuche seine Mimik nachzuahmen

Hier an der Promenade am Meer lässt es sich perfekt entspannen. Der azurblaue Himmel und das Meerespanorama ziehen die Augen unwiderstehlich an und lassen den Blick am Horizont ruhen. Man sieht viele junge Familien, die auf dem Rasen mit ihren Kindern spielen. Es herrscht eine relaxte Stimmung, wie kaum an einem anderen Ort.

IMG_2933IMG_2931IMG_2935

Neben der schon weltbekannten Meeresorgel, beeindruckt auch das Werk Gruß an die Sonne, des gleichen Architekten Nikola Baši. Der Sonnengruß besteht aus dreihundert mehrschichtigen Glasplatten, die auf der gleichen Ebene mit der steingepflasterten Uferpromenade kreisförmig angeordnet sind. IMG_2939IMG_2937

Tagsüber fangen sie die Lichtstrahlen der Sonne ein und geben diese nachts wieder in phantastischen Blitzen und sprühenden Leuchtkaskaden an die Umwelt ab. Ein atemberaubendes Schauspiel, welches von den sphärischen Klängen der einzigen Meeresorgel der Welt begleitet wird. Ein spezielles Röhrensystem unter der Kaimauer erzeugt, je nach Wellengang, unterschiedliche Töne – ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

Mein Gruß an die Sonne

Mein Gruß an die Sonne

IMG_2934

Entspannt sitzen sie am Meer und schauen und lauschen den Klängen der Meeresorgel

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Zadar I

IMG_3119

Der Ort, an dem wir uns befinden, liegt etwa 10 km von Zentrum Zadar entfernt. Es ist ein schnuckeliges kleines Dorf mit vielen Ferienhäusern. Die Kroaten nutzen diese Gegend als Sommerresidenz oder vermieten Ferienwohnungen. Jetzt, Ende September, sind viele Sommerfrischler aber bereits wieder abgereist, so dass bei den meisten Häusern die Fensterläden verschlossen sind. Wir können ungestört unser Refugium genießen; Wege, Ufer, Strände und Häfen haben wir ganz für uns allein. Mehr Ruhe können wir uns für unsere Erholung nicht wünschen.

Gleich nach dem Frühstück am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang zum nächstgelegen Hafen. Es ist ein wunderschöner Spätsommertag und von Regen keine Spur mehr. Bei unserer Wanderung erleben wir das Feriendomizil von seiner schönsten Seite und bannen allerlei interessante Motive auf unseren Fotoapparat.

An unserem Feriendomizil sind wir ganz alleine

An unserem Feriendomizil sind wir ganz alleine

Dorfidylle

genießen die Dorfidylle

Weingärten kurz vor der Ernte.

Weinreben kurz vor der Ernte tragen dicke, reife Trauben

Eingefangene Sonne

die eingefangene Sonnenenergie für lieblichen Kroatienwein

Dieser kleine Bursche überquerte vor uns die Straße

Dieser kleine Bursche überquerte vor uns die Straße

Der Schienenweg trennt Ober- und Unterdorf voneinander und führt hinaus zum Hafen

Der Schienenweg trennt Ober- und Unterdorf voneinander und führt hinaus zum Hafen

Hier an der Marina

Hier an der Marina

IMG_3009

überwintern die Boote überwintern die Boote

Am kleinen Dorf-Hafen

und träumen von der nächsten Ausfahrt

Blick vom Boot in's Wasser.

Wenn man vom Boot in’s Wasser blickt

Fischlis im Wasser

sieht man Fische im Wasser schwimmen

In unserem Apartment können wir tun und lassen was wir wollen. Da es die letzten Tage unser Zuhause sein wird, richten wir uns als Selbstversorger ein und  kaufen im Laden um die Ecke die wichtigsten Lebensmittel, wie Brot, Käse, Nudeln, Eier, Kaffee und natürlich auch Wein für den Abend.  Wegen der kleinen Küche und der geringen Auswahl, gibt es Spaghetti mit Tomatensoße. Nicht gerade das, was einem verwöhnten Türken das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Spaghetti und Rotwein

Spaghetti und Rotwein – unser Mahl für drei Tage

Aber Aşkım erweist sich als guter “Ehemann” und isst brav, ohne zu murren, alles, was ich koche. Wir genießen unser Mahl und schauen von unserer Terrasse aus auf das Meer hinaus, wo die Sonne langsam unter geht. Das Wasser, die Landschaft und Schiffe am Horizont sind in ein magisches bläuliches Licht gehüllt, welches sich sanft wie Balsam auf unsere Seelen legt. Niemals werden wir diese harmonische Stimmung vergessen.

IMG_3049

 http://pinterest.com/karinschiller/my-travels-ix/

 

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Transfer von Mostar nach Zadar (Kroatien)

Bereits in der Nacht beginnt es zu regnen und am Morgen werden wir statt von der Sonne, von dunklen Regenwolken begrüßt. Es hat sich eingeregnet und hört so schnell auch nicht wieder auf. Wieder packen wir unsere Rucksäcke und stapfen über den patschnassen Weg zur Busstation. Da wir für die 270 km bis nach Zadar (Kroatien) wieder stundenlang im Fernbus sitzen werden, stört uns der Regen zunächst nicht. Ganz im Gegenteil, wir freuen uns, dass es diesmal nicht so sengend heiß und stickig sein wird. Die Busse hier im Balkan sind nämlich nicht mit Klimaanlagen ausgerüstet, da es sich um alte, ausgemusterte Klapperkisten aus Deutschland handelt, die hier noch ihre Dienste tun, bevor sie ganz auseinander fallen. Gut gelaunt lösen wir also ein Ticket am Bahnhof und nehmen entspannt Platz, als der Bus seine Reise startet.

Mostar im Regen

Mostar im Regen

Unsere Reiseroute von Mostar nach Zadar

Rappelnd und dröhnend setzt sich der Bus in Bewegung und mühsam geht es die schon bekannten Serpentinen hinauf und hinunter. Die Reisenden haben es sich im nicht ganz vollbesetzten Bus bequem gemacht und dösen vor sich hin. Die Landschaft zieht an uns vorbei, eingehüllt in Nebelschwaden und Regenschleier; wir beobachten sie durch tropfenbeschlagene Scheiben. Zum Motorgeräusch gesellt sich das Prasseln des Regens auf das Dachblech.

Bosnien Herzegowina im Regen

Bosnien Herzegowina im Regen

Es regnet und regnet und regnet…und langsam bekomme ich das Gefühl, dass es auch zu uns hinein regnet….das war doch gerade ein Wassertropfen, der auf meinen Kopf geplatscht ist. Ja, jetzt schon wieder! Ich schaue nach oben und sehe, dass sich entlang der Innenbeleuchtung wieder ein Wassertropfen gebildet hat, der im nächsten Augenblick auf mich herabsaust. Gleich darauf schon wieder. Ich stupse meinen Freund an und zeige es ihm. Er tauscht sofort seinen Platz mit mir, doch nach ein paar Minuten, in denen es immer stärker tropft, hat auch er genug und wechselt auf einen anderen Platz. Auch andere Fahrgäste haben bereits ihre Sitze aufgegeben und suchen sich trockenere Sitzgelegenheiten.  Es wird immer schlimmer. Mittlerweile geben einige Lampen einen kleinen Rinnsal in’s Businnere ab. Die verwaisten Plätze werden nach den Haltestellen zwar immer wieder neu besetzt, aber nie für lange Zeit. Ich grinse wenn ich beobachte, wenn sich wieder jemand auf einen “Wasserplatz” setzt und merkt, dass es in seinen Kragen tropft….Humor ist, wenn man trotzdem lacht 🙂001

Der Bus fährt in gemütlichem Tempo um eine Kurve, muss aber plötzlich anhalten. Wir sehen den Grund erst als es langsam wieder weiter geht und wir an einem auf dem Dach liegenden Auto vorbei fahren. Niemand wundert sich hier, dass dieses Auto einfach so da liegt, ohne Polizei, Krankenwagen, Abschleppdienst oder anderweitige Absicherung. Auch fehlt vom Fahrer jede Spur! Wir sind schon etwas geschockt darüber und hoffen, das es keine Verletzte gibt.

Unfall ohne Absicherung

Unfall ohne Absicherung

Es geht noch einmal bergauf und danach nur noch bergab, und dann sehen wir zum ersten Mal das Meer! Fantastisch! Was für ein Anblick! 🙂 Ab jetzt fahren wir nur noch am Meer entlang und das Wetter wird auch besser. Der Regen lässt nach und ab und zu lassen sich sogar ein paar Sonnenstrahlen blicken.

Das Meer, zum ersten Mal sehen wir es!

Das Meer, zum ersten Mal sehen wir es!

IMG_2878Der Regen hört auf und die Wolken verziehen sichNachdem wir erlebt haben, dass die Busfahrer hier flexibel sind und auf Sonderwünsche eingehen, geht mein Freund, als wir uns Zadar nähern, zum Fahrer und zeigt ihm die Adresse, wo sich unsere Pension befindet. Der Fahrer weiß, wo es ist und sagt, dass er uns dort absetzen wird. Am Ortseingang eines Vorortes von Zadar hält er an und lässt uns aussteigen. Er zeigt uns auch noch die Richtung, in die wir gehen müssen. Was für ein Service! Wir sind froh, endlich aus dem nassen Bus zu kommen und verabschieden uns dankbar. Die letzte Station unserer Reise haben wir erreicht. Es bleibt nur noch die Frage: Wo geht es weiter?

Auf unserer Buchungsbestätigung steht, dass wir, wenn wir die Pension nicht gleich finden, gerne anrufen dürfen und man uns abholen wird. Wir gehen in ein Eiskaffee und zeigen der Bedienung die Adresse mit Telefonnummer. Sogleich ist man uns behilflich und ruft dort an. Die zehn Minuten bis zum Eintreffen unseres Taxis überbrücken wir mit einem leckeren Eis.

In der Pension spricht man deutsch. Die Wirtin, eine nette ältere Dame zeigt uns unsere Unterkunft. Ein großzügiges Wohn- Schlafraum Appartment mit Kochzeile und Badezimmer und großem Balkon mit Blick auf das Meer. Hier werden wir die nächsten vier Tage wohnen und uns selbst versorgen. Romantic Honey Moon kann beginnen 🙂

Hier sieht man alle Bilder – klicken!

IMG_2880

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Mostar

Mostar Brücke

vor Mostar Brücke

Am nächsten Tag heißt es wieder Auschecken und Abreisen. Es geht weiter nach Mostar. Wir wollen die berühmte Brücke sehen. Die Alte Brücke “Stari Most” wurde vom osmanischen Architekten Mimar Hajrudin 1566 erbaut. Am 9. November 1993 zerstörte  massiver Beschuss von kroatischer Seite dieses geniale Meisterwerk osmanischer Baukunst. Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996 und wurden mit der feierlichen Wiedereröffnung am 23. Juli 2004 abgeschlossen. Die Brücke und die Altstadt wurden am 15. Juli 2005 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen. Und es gibt auch wieder die berühmten Brückenspringer, die sich todesmutig von der Brücke in die Fluten stürzen. IMG_2844

Nach einer vierstündigen Fahrt durch malerisch grüne Täler und Ortschaften erreichen wir den Bahnhof von Mostar. Gleich beim Aussteigen aus dem Bus werden wir freundlich von einem Mann angesprochen, der uns ein Zimmer für 30 EUR in seiner Pension anbietet. Da wir nur eine Nacht bleiben wollen und nicht vorgebucht haben, gehen wir mit ihm und bekommen ein  geräumiges Vierbettzimmer mit Bad und separater Toilette auf einer kompletten Etage ganz für uns allein …und einen Balkon mit Ausblick auf die Mosché…

Balkanurlaub 132

… und auf den Hügel mit dem obligatorischen Kreuz, genau wie in den anderen Städten.

IMG_2787


Mostar pflegt Partnerschaften mit vielen Städten, darunter auch mit der deutschen Stadt Heidelberg und den türkischen Städten Izmir und Kayseri. Aber das wissen wir nicht, als wir uns sofort zu einer Stadtbesichtigung aufmachen. Was uns gleich auffällt ist, dass es hier noch viel mehr Spuren des Krieges gibt. Das verwundert nicht, denn Mostar hatte eine doppelte Belagerung und Bombardierung durchzustehen. Nachdem die Serben weg waren und die Bevölkerung schon anfing, sich wieder zu erholen, kamen die Kroaten und hungerten die Stadt durch Blockaden aus. Zusätzlich wurden die Menschen vom täglichen Bombenhagel aus ihren Häusern getrieben. Der Höhepunkt war die Sprengung der Alten Brücke 1993.

Einige dieser Ruinen sind sind bis heute geblieben, als mahnende Zeugen gegen den Krieg. IMG_2788IMG_2793IMG_2853

Trotz dieser traurigen Kriegserinnerungen werden wir von der Schönheit des alten Stadtbezirkes betört. Das reizvolle Panorama der alten Bauwerke ist ein Genuss. Die Landschaft und der Fluß geben dem Stadtbild eine besondere Note. Wir saugen die Bilder mit unseren Augen auf und halten sie für spätere Erinnerungen, mit der Kamera fest. IMG_2789

 Karađozbeg-Moschee

Karađozbeg-Moschee

IMG_2808

IMG_2810

Dann erreichen wir die Alte Brücke. Es ist der belebteste Ort in der Stadt. Handwerker und Händler säumen den Weg, dazwischen immer wieder spielende Zigeunerkinder, die manchmal keck um eine kleine Spende betteln.IMG_2852IMG_2846

Mostar

 IMG_2862

 

Auf der Brücke tummeln sich die Touristen wie in einem Taubenschlag. Ein buntes Treiben und ständiges Hin- und Her von Menschen aus aller Welt.  

IMG_2841

Wir wollen mehr über diesen Ort erfahren, darum steigen wir auf den Brückenturm. Hier gibt es eine Ausstellung mit Fotos, die eindrucksvoll wiedergeben, was im letzten Krieg geschah.

http://pinterest.com/pin/321585229612135257/
IMG_2837

Balkanurlaub 141 Balkanurlaub 149 Balkanurlaub 140 Balkanurlaub 146 Balkanurlaub 142 Balkanurlaub 144

Am Ausgang mahnt die Aufschrift nochmals eindringlich:


Vergesst nicht!

 Unser heutiger Stadtrundgang wird, wie an jedem Tag, mit einem Einkauf für das Abendessen abgeschlossen. Das findet heute auf unserem schönen großen Balkon statt, wo wir es mit einer guten Flasche Wein genießen. Die Luft ist noch warm und im Kerzenschein schwören wir uns die ewige Liebe und Treue…ach wie ist die Welt doch schön 🙂

Hier sind alle Bilder von Mostar

Beluga free-dive

 

She’s a wonderful woman who knows how to inspire others for her passion: diving, especially free diving. In her presentation she gives an example of body and mental training for extreme apnea dives.

Check out the video and feel the power of the “Inner Smile”.

Natalia Avseenko | Facing Fear.

 

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Sarajevo III

Park und Kirche

Park und Kirche

 

Für den nächsten Tag haben wir uns nichts anderes vorgenommen, als Sarajevo zu erkunden. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns darum auf den Weg. Wir besuchen die alte osmanische Ladenstraße Brusa Bezistan mit ihren vielen Geschäften. Während der Belagerung wurde sie stark beschädigt und man sieht, obwohl saniert,  immer noch die Einschusslöcher. Es sind bleibende Erinnerungen an den Krieg. An der Gazi Husrev Beg Moschee mit dem schönen Brunnen setze ich mich zu den Frauen und genieße eine kleine Pause im Schatten. Ein Geheimtipp, dem wir folgen, ist das Postgebäude von Sarajevo.

So schön kann eine Post sein

So schön kann eine Post sein

Wir sind wirklich beeindruckt von diesem Bauwerk.  Wir kommen gleich darauf an der Herz Jesus Kirche vorbei und erreichen den Park. Dort werden wir von einem älteren Herrn auf Englisch angesprochen. Zuerst winken wir ihm dankend ab, doch als er dann in gutem Deutsch die Frage wiederholt, werde ich aufmerksam und komme mit ihm in’s Gespräch. Er stellt sich uns dann als pensionierter Deutschlehrer vor, der nebenbei “hobbymäßig” gut kopierte CDs und DVDs an Touristen verkauft. Außerdem schreibt er noch ein Buch über Länder, die er besucht hat. Und das sind nicht wenige, denn ein weiteres Hobby ist die Kunstsprache Esperanto, die er mit einer
weltweiten Community eifrig betreibt. Nach einem sehr netten Gespräch mit diesem interessanten Herrn haben wir am Ende dann doch noch 2 DVDs gekauft:

Das Buch unseres rüstigen "Esperanto-Rentners"

Das Buch unseres rüstigen “Esperanto-Rentners”


Ein kulturelles Muss in Sarajevo ist das “Musej Sarajeva 1878-1918”. Hier, am historischen  Ort des Attentates auf den österreichischen Tronfolger Franz Ferdinand und seiner Gattin, können wir uns mit original Zeitungsmeldungen und nachgestellten Szenen über den folgenschweren Mord, der maßgeblich zum 1. Weltkrieg führte, informieren.  Genau hier an der Kreuzung zur Lateinerbrücke ist es passiert!

Museum am Ort des Geschehens

Museum am Ort des Geschehens

IMG_2690

Ein weiteres Museum, das Nationalmuseum von Bosnien und Herzegowina, das wir unbedingt besuchen möchten, liegt außerhalb unseres Stadtviertels. Wir gehen zu Fuß um möglichst viel von der Stadt zu sehen.

Unterwegs machen wir eine Rast in einem Park, der gleichzeitig auch Gedenkstätte des letzten Krieges ist. Auf  Hunderten von Kreuzen ist das gleiche Datum eingraviert; alle  jungen Männer sind am gleichen Tag gefallen.

Gefallenen-Park

Gefallenen-Park

Nach gefühltem stundenlangen Marsch erreichen wir endlich den Stadtteil mit dem Nationalmuseum. Hier sieht es anders aus, moderne Hochhäuser schrauben sich in den Himmel. Osmanischer Altstadt-Charme ist nüchterner Neoklassik und moderner Hochhausarchitektur gewichen. Der Avaz-Tower gibt dem Stadtbild seinen charakteristischen Anstrich. Leider haben wir Pech, denn das Museum hat nur noch 5 Minuten geöffnet. Hätten wir doch nur vorher in den Plan geschaut. Aber dennoch nutzen wir die Zeit und dürfen sogar ausnahmsweise ein paar Minuten länger bleiben, weil wir der freundlichen Museumsangestellten erzählen, dass wir extra für diesen Besuch eine so weite Strecke gegangen sind.

Zurück nehmen wir dann aber lieber die gute alte Tram-Bahn. Wir haben für heute genug gesehen und unsere Füße danken es uns 🙂

Hier klicken, um alle Bilder zu sehen

Avaz Tower

Total anderes Stadtbild neben dem Nationalmuseum

Total anderes Stadtbild neben dem Nationalmuseum

Blick auf Nationalmuseum vom Avaz-Tower

Mit dem Rucksack durch den Balkan – Sarajevo II

IMG_2682Gleich nach Ankunft in der Başçarşija, dem östlichen Zentrum Sarajevos, machen wir uns an die Hotelsuche. Da es noch sehr früh ist und wir nicht vorgebucht haben, haben wir kaum Hoffnung,  gleich ein Zimmer zu bekommen.  Wir sind zwar sehr erschöpft, wollen einfach nur eine Dusche und ein Bett, aber trotzdem bleiben wir nicht gleich bei den ersten Hotels hängen, sondern suchen weiter. Preiswert und komfortabel soll es sein. Wir sehen ein Hotel-Hinweisschild und folgen ihm, steigen immer weiter hinauf in den oberen, dörflichen Stadtteil. Doch plötzlich verlieren sich alle Hinweise und wir wissen nicht mehr weiter. Da kommt uns von unten ein alter Mann entgegen und spricht uns an.  Als er begreift, dass wir ein Hotel suchen, gibt er uns durch Zeichen zu verstehen,  ihm zu folgen. Etwas widerstrebend gehen wir mit. Wir sind leicht irritiert, weil wir uns nicht vorstellen können, hier oben, wo es nur noch ganz alte Häuser gibt, aus deren Höfe man Hühner gackern hört und auf deren Gartenmauern Katzen hocken, ein Hotel zu finden.Weg zum Hotel Trotz aller Zweifel bleiben wir aber an ihm dran, weil er sich ständig nach uns umdreht und zu sich heran winkt.  Wir scherzen bereits, dass er uns gleich zu seiner Familie bringen wird, da bleibt der Alte plötzlich stehen und zeigt nach vorne.  Beim Näherkommen sehen wir es, unser Hotel  “Hayat” (=türkisch: Leben).

Unser Hotel oben in der Altstadt

Unser Hotel oben in der Altstadt

Ein nettes kleines Vier-Sterne-Hotel! Wir sind so überrascht davon, dass wir gar nicht mitbekommen, dass der Alte schon weiter gegangen ist und können ihm nur noch ein freundliches “Thank you” hinterher rufen. An der Rezeption bekommen wir sofort ein Dachzimmer mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt,  und mit Bad und Frühstück – zu einem vernünftigen Preis von 15 EUR pro Person.

Blick aus dem Dachfenster

Blick aus dem Dachfenster

Nachdem wir uns erholt und wieder genügend Energie getankt haben, machen wir uns auf zu einem ersten Stadtbummel.

Gleich am Eingang zum touristischen Altstadtbereich mit den vielen Sehenswürdigkeiten  (Handwerksbetriebe, Läden, Cafes, Restaurants, Gazi Husrev Beg und Baščaršija Moschee, der Brunnen Sebilj, die Karawanserei Morici Han, die osmanische Ladenstraße  Brusa Bezistan, Uhrturm und einige mehr) treffen wir auf ein Motorrad-Pärchen, das mit dem Bike schon viele Länder bereist hat. Stolz lassen sich die beiden mit den vielen Stickern auf den Koffern von uns fotografieren.

Globetrotter-Biker

Globetrotter-Biker

Uns kommt sofort die Idee,  auch unsere Flag-Sticker an unsere Rucksäcke zu pinnen. 🙂

IMG_2683

Die Başçarşija ist ein altes Handwerker-Stadtteil. Hier findet man handwerkliche Kunst in kleinen Geschäften mit gemütlichen Sitzbänken davor. Von Textil, Leder über Holz und Metall wird alles verarbeitet. Nach dem Bosnien-Krieg auch Kriegsmunition: Projektile und Waffenteile, die zu allerlei Kunst- und Gebrauchsgegenständen umgearbeitet werden. “Schwerter zu Pflugscharen” war in den 70igern mal ein bekannter Slogan der Friedensbewegung. Hier findet man ihn in die Praxis umgesetzt.

Eingang "Bascarsija"

IMG_1910

Mein Freund findet Gefallen an den Patronenhülsen-Kugelschreibern und lässt sich ein halbes Dutzend davon mit dem Handborer mit  “Bosna Sarajevo” beschriften. Der Verkäufer bekommt fast einen Krampf,  muss seine Hand ständig ausschütteln, hält aber tapfer durch Kriegs-Souveniersund graviert weiter.

Für mich sind solche Kriegs-Souveniers schon etwas makaber, darum will ich zunächst nichts davon wissen. Noch ahne ich nicht, dass ich bald selbst zu einem Patronenhülsenkulli- Besitzer werde, denn am Abend bekommt mein Freund kalte Füße und wirft sie alle  fort. Als Mitglied der Streitkräfte hat er Angst, dass er Ärger bekommt, wenn er mit dieser “Munition” im Koffer in seiner Heimat erwischt wird. Ich finde das natürlich etwas übertrieben und “rette” wenigstens einen einzigen aus dem Müll. Mit diesem schreibe ich in mein Tagebuch. So hat wenigstens dieser Kuli eine gute Verwendung  🙂 Munitions-Kugelschreiber

Für den Abend besorgen wir uns in einem kleinen Supermarkt ein paar Leckereien und dazu eine Flasche Schnaps mit der Aufschrift: “Lozovaca privodna rakija” und glauben eine köstliche Bosnische Spezialität gefunden zu haben ähnlich wie Türkischer Raki. Doch weit gefehlt…es schmeckt grauenhaft und mit Wasser und Eiswürfel gemischt, wird es auch nicht besser. Wir haben uns schon gewundert, warum es nicht weiß wird wie die “Löwenmilch”!, die wir so mögen. Glücklicherweise haben wir auch noch O-Saft gekauft. So können wir es wenigstens zu einem Longdrink gemixt einigermaßen genießen. Wieder was dazu gelernt: Rakija bleibt klar und schmeckt nicht wie Raki. 😉

privodna rakiya

privodna rakiya

 

Und hier gibt’s noch mehr Bilder von Sarajevo