Karin Schiller

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Mit dem Rucksack durch den Balkan – Bitola

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Am nächsten Tag sitzen wir zu einem Tagesausflug im Bus nach Bitola. Wir wollen dort zu der ehemalige Militärakademie von Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der modernen Türkei. Die Militärakademie ist jetzt zu einem Nationalmuseum umfunktioniert worden und beherbergt neben den Andenken des großen Vaters der Türken auch Funde der Mazedonischen Nationalgeschichte. Der Bus hält am Bahnhof der Innenstadt. Da wir gesehen haben, dass sich das Museum etwa drei Kilometer vorher befand, müssen wir den ganzen Weg wieder zurück gehen. Doch vorher benutzen wir die Bahnhofstoilette und erleben die wohl unappetitlichste Erfahrung während der gesamten Reise. Die Toilettenanlage, wohl noch aus Atatürks Zeiten stammend, scheint bis dato unverändert geblieben zu sein. Die Wände sind braun und schimmelig und aus dem Loch im Boden kommt ein widerlicher Gestank. Für die Benutzung zahlen wir aber einen stattlichen Preis und können uns hinterher noch nicht einmal die Hände waschen.

Erleichtert laufen wir danach zu unserem Ziel zurück. Vom äußeren Umfeld macht das Museum leider einen etwas ungepflegten Eindruck. IMG_2159Aber von innen ist es in einem besseren Zustand. Wir werden von einer Museumsangestellten in einen Raum geführt und sehen und hören, über Band abgespielt, einen Vortag über Atatürks Leben. Die Exponate zeigen das Leben und Wirken Mustafa Kemals, jedoch fehlt irgendwie eine liebevolle Präsentation.  IMG_2185Dennoch sind wir ergriffen und lassen uns viel Zeit für die Besichtigung. Emotional bewegt uns ein Brief von einer Frau aus Bitola an Atatürk, die ihm schreibt, dass sie noch immer auf ihn wartet. Sie hatten nur einen einzigen gemeinsamen Tag, aber sie konnte diesen Mann niemals vergessen und ihre Liebe zu ihm nicht mehr auslöschen. Leider wartete sie vergebens auf ihn..”Ein ganzes Leben für einen einzigen Tag!”  Mein Freund hat Tränen in den Augen, als er diesen Brief liest, so sehr rührt ihn dieses Schicksal. Am Schluss schreiben wir unsere Eindrücke in das Gästebuch.

Wir machen uns danach wieder auf den Weg zurück in’s Zentrum von Bitola. Dort treffen wir auch wieder den Straßenmusiker aus Skopje. Er freut sich, dass wir ihn erkannt haben und erklärt uns in gebrochenem Englisch, Deutsch und ein paar russischen Brocken, dass er immer auf der Wanderschaft ist und von einem Ort zum anderen pendelt. Wir lachen aber wir wundern uns schon nicht mehr über diese Zufälle. Denn wir wissen ja schon aus vorhergehenden Begegnungen, dass die Welt auf dem Balkan ein ziemlich kleines Dorf ist 🙂

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Hier kann man noch mehr Bilder sehen.

 

 

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2 Comments

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    When I look at your blog in Opera, it looks fine
    but when opening in Internet Explorer, it has some overlapping.
    I just wanted to give you a quick heads up! Other then that, very
    good blog!

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