Karin Schiller

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Mit dem Rucksack durch den Balkan – Podgorica

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Wir haben uns vorgenommen den ganzen Tag auf Erkundung zu gehen und erst mit dem Nachtbus weiter zu fahren. Auf diese Weise schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: wir sparen eine Hotelübernachtung und kommen gleichzeitig weiter auf unserer Reise.

König Nikola Monument

König Nikola Monument

Podgorica ist eine saubere, junge – die jüngste Hauptstadt der Welt seit dem Zerfall Jugoslawiens – und sehr grüne Stadt. Sie liegt nicht an der Mittelmeerküste, sondern landeinwärts, in einer Ebene zwischen den schwarzen Bergen, die dem Land seinen Namen gaben. In den Banken, Shopping-Center und Kaufhäusern wird, wie in Deutschland, mit Euro-Währung gerechnet. Ich habe nicht das Gefühl auf dem Balkan zu sein, sondern eher in einer Kleinstadt in Westeuropa. Es erinnert mich sehr an Luxembourg.

Bank in Podgorica

Bank in Podgorica

Wir wandern durch die City und stellen fest, dass es hier viele Bäche, einen Fluss und viele Brücken gibt. Die neue Millenniumsbrücke, die sich von einem Stahlträger und Schrägseilen gehalten über die 20 Meter breite Moraca spannt, verleiht dem Ort einen Hauch von Modernität. Es existiert kein Rotlichtviertel, keine Spielhöllen und keine Erotik-Shops, aber viele Grünflächen, die der Stadt einen idyllischen, unschuldigen Reiz geben.

Hier machen wir ein Picknick

Ribnica Brücke

Rijeka Brücke

Millenium Brücke

Podgorica von Brücke

Blick von der Millenium Bruecke

Brücke in Podgorica

Alte Brücke und Blick auf den Bach

Die Sonne brennt und gegen Mittag wird es immer heißer. Wir haben Hunger und Durst und sehnen uns nach einer Pause. Als wir von einer Brücke aus eine schattige Oase entdecken, gehen wir zum Ufer hinunter und machen eine Trink-Pause. Genuss ohne Stress ist unser Motto. Sightseeing muss man ja nicht übertreiben.

Im Schatten am Bach.

Im Schatten am Bach.

Danach besteigen wir vom Ufer des Flusses Moraca einen Hügel und kommen in den Njegosev Park, ein verwildertes Idyll ohne lineal- und zirkelgeformte Blumenrabatte. Dort sehen wir ein Denkmal von Petar II Petrovic Njegos, dem Nationaldichter, der im 19. Jahrhundert Fürst des Landes war und eine Villa, den Petrovic Palast, in dem heute eine Kunstgallerie ist….. leider vollkommen verriegelt und verrammelt. Dies sind, außer dem Uhrturm, so ziemlich die einzigen alten Bauwerke  die wir bei unserem wenig geplanten Stadtrundgang ausfindig machen können.

Petrovic Palast

Petrovic Palast

Parade IAm Abend erleben wir dann zu unserer Überraschung am Platz der Republik in der City ein Fest mit Blasmusik und Parade. Junge Tänzerinnen, stolze Eltern und herausgeputzte Ballettmeisterinnen marschieren und tanzen zu schmissiger Militär-Marschmusik. Mein Freund, der alles Militärische und Kinder liebt, kommt gar nicht mehr aus dem Fotografieren heraus. Die familiäre Atmosphäre dort am Marktplatz hält uns gefangen. Amüsiert bleiben wir sitzen und beobachten den Trubel, die mit einem übergroßen Weltkugel-Ball spielenden Menschen, verliebte junge Paare und Eltern, die ihren Kindern Zuckerwatte und Eis kaufen. Wir sind müde geworden und wollen den Tag mit diesen schönen, friedlichen Eindrücken beschließen. Langsam wird es dunkel; bald schon müssen wir zum Busbahnhof gehen. 

 

Ballerinas und BalletmeisterinnenPodgorica PlatzWeltkugelBallerinasPräsentation Balletschule

Kinder und ElternMilitärkorpsPodgorica Marktplatz

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