Karin Schiller

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Mit dem Rucksack durch den Balkan – Transfer von Mostar nach Zadar (Kroatien)

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Bereits in der Nacht beginnt es zu regnen und am Morgen werden wir statt von der Sonne, von dunklen Regenwolken begrüßt. Es hat sich eingeregnet und hört so schnell auch nicht wieder auf. Wieder packen wir unsere Rucksäcke und stapfen über den patschnassen Weg zur Busstation. Da wir für die 270 km bis nach Zadar (Kroatien) wieder stundenlang im Fernbus sitzen werden, stört uns der Regen zunächst nicht. Ganz im Gegenteil, wir freuen uns, dass es diesmal nicht so sengend heiß und stickig sein wird. Die Busse hier im Balkan sind nämlich nicht mit Klimaanlagen ausgerüstet, da es sich um alte, ausgemusterte Klapperkisten aus Deutschland handelt, die hier noch ihre Dienste tun, bevor sie ganz auseinander fallen. Gut gelaunt lösen wir also ein Ticket am Bahnhof und nehmen entspannt Platz, als der Bus seine Reise startet.

Mostar im Regen

Mostar im Regen

Unsere Reiseroute von Mostar nach Zadar

Rappelnd und dröhnend setzt sich der Bus in Bewegung und mühsam geht es die schon bekannten Serpentinen hinauf und hinunter. Die Reisenden haben es sich im nicht ganz vollbesetzten Bus bequem gemacht und dösen vor sich hin. Die Landschaft zieht an uns vorbei, eingehüllt in Nebelschwaden und Regenschleier; wir beobachten sie durch tropfenbeschlagene Scheiben. Zum Motorgeräusch gesellt sich das Prasseln des Regens auf das Dachblech.

Bosnien Herzegowina im Regen

Bosnien Herzegowina im Regen

Es regnet und regnet und regnet…und langsam bekomme ich das Gefühl, dass es auch zu uns hinein regnet….das war doch gerade ein Wassertropfen, der auf meinen Kopf geplatscht ist. Ja, jetzt schon wieder! Ich schaue nach oben und sehe, dass sich entlang der Innenbeleuchtung wieder ein Wassertropfen gebildet hat, der im nächsten Augenblick auf mich herabsaust. Gleich darauf schon wieder. Ich stupse meinen Freund an und zeige es ihm. Er tauscht sofort seinen Platz mit mir, doch nach ein paar Minuten, in denen es immer stärker tropft, hat auch er genug und wechselt auf einen anderen Platz. Auch andere Fahrgäste haben bereits ihre Sitze aufgegeben und suchen sich trockenere Sitzgelegenheiten.  Es wird immer schlimmer. Mittlerweile geben einige Lampen einen kleinen Rinnsal in’s Businnere ab. Die verwaisten Plätze werden nach den Haltestellen zwar immer wieder neu besetzt, aber nie für lange Zeit. Ich grinse wenn ich beobachte, wenn sich wieder jemand auf einen “Wasserplatz” setzt und merkt, dass es in seinen Kragen tropft….Humor ist, wenn man trotzdem lacht 🙂001

Der Bus fährt in gemütlichem Tempo um eine Kurve, muss aber plötzlich anhalten. Wir sehen den Grund erst als es langsam wieder weiter geht und wir an einem auf dem Dach liegenden Auto vorbei fahren. Niemand wundert sich hier, dass dieses Auto einfach so da liegt, ohne Polizei, Krankenwagen, Abschleppdienst oder anderweitige Absicherung. Auch fehlt vom Fahrer jede Spur! Wir sind schon etwas geschockt darüber und hoffen, das es keine Verletzte gibt.

Unfall ohne Absicherung

Unfall ohne Absicherung

Es geht noch einmal bergauf und danach nur noch bergab, und dann sehen wir zum ersten Mal das Meer! Fantastisch! Was für ein Anblick! 🙂 Ab jetzt fahren wir nur noch am Meer entlang und das Wetter wird auch besser. Der Regen lässt nach und ab und zu lassen sich sogar ein paar Sonnenstrahlen blicken.

Das Meer, zum ersten Mal sehen wir es!

Das Meer, zum ersten Mal sehen wir es!

IMG_2878Der Regen hört auf und die Wolken verziehen sichNachdem wir erlebt haben, dass die Busfahrer hier flexibel sind und auf Sonderwünsche eingehen, geht mein Freund, als wir uns Zadar nähern, zum Fahrer und zeigt ihm die Adresse, wo sich unsere Pension befindet. Der Fahrer weiß, wo es ist und sagt, dass er uns dort absetzen wird. Am Ortseingang eines Vorortes von Zadar hält er an und lässt uns aussteigen. Er zeigt uns auch noch die Richtung, in die wir gehen müssen. Was für ein Service! Wir sind froh, endlich aus dem nassen Bus zu kommen und verabschieden uns dankbar. Die letzte Station unserer Reise haben wir erreicht. Es bleibt nur noch die Frage: Wo geht es weiter?

Auf unserer Buchungsbestätigung steht, dass wir, wenn wir die Pension nicht gleich finden, gerne anrufen dürfen und man uns abholen wird. Wir gehen in ein Eiskaffee und zeigen der Bedienung die Adresse mit Telefonnummer. Sogleich ist man uns behilflich und ruft dort an. Die zehn Minuten bis zum Eintreffen unseres Taxis überbrücken wir mit einem leckeren Eis.

In der Pension spricht man deutsch. Die Wirtin, eine nette ältere Dame zeigt uns unsere Unterkunft. Ein großzügiges Wohn- Schlafraum Appartment mit Kochzeile und Badezimmer und großem Balkon mit Blick auf das Meer. Hier werden wir die nächsten vier Tage wohnen und uns selbst versorgen. Romantic Honey Moon kann beginnen 🙂

Hier sieht man alle Bilder – klicken!

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